Der Schweizer Jugendchor SJC und das Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO schliessen sich für ein gemeinsames Projekt zusammen. Was auf den ersten Blick als normale Zusammenarbeit zweier junger Ensembles wahrgenommen wird, ist in Tat und Wahrheit eine kleine Revolution und ein einzigartiges Projekt in der gemeinsamen Orchester- und Chorarbeit zweier Ausnahmeensembles.

Während Projekte oftmals so ablaufen, dass das Orchester und der Chor die Werkteile getrennt einüben und sich anschliessend für eine – im besten Fall einige – gemeinsame Probe(n) treffen, wird bei diesem Projekt der gewöhnliche Ablauf durchbrochen: Phrasierungen und Klangfarben werden in Register- und Tuttiproben gemeinsam erarbeitet. Worauf achtet ein Sänger bei einer musikalischen Linie? Worauf ein Instrumentalist bei derselben? Dieser Austausch fördert das gegenseitige Verständnis für die unterschiedlichen Arbeitsweisen und ermöglicht ein gemeinsames Musizieren, welches weit über die Chorbegleitung hinausgeht. In der Aufführung wird die räumliche Trennung zwischen Instrumentalisten und Orchester aufgelöst und verschmilzt zu einem Ganzen – zu einem.

Das Programm wurde auf diese einmalige Kombination abgestimmt: Nebst dem Hauptwerk – dem Mozart-Requiem – ist „Sinfonia da Requiem“ von Benjamin Britten für Orchester und „Urlicht“ von Gustav Mahler – eigentlich auch ein Orchesterstück – in einer Fassung für Chor von Clythus Gottwald zu hören. Die Orchestermusiker haben die Möglichkeit, die professionelle Chorarbeit mit einem ambitionierten Jugendchor kennen zu lernen und beim kleiner besetzten Mozart-Requiem im Chor zu singen. Für die Chorsänger wiederum besteht die Möglichkeit, einmal hautnah das Orchesterleben zu erleben und dabei zu sein, wenn ein junges, ambitioniertes Orchester probt und beim grossbesetzten Britten mitzuspielen.

Nebst den musikalischen Zielen fördert dieses Projekt auch den Austausch zwischen den Sprachregionen der Schweiz: Die Sängerinnen und Sänger sowie die Instrumentalistinnen und Instrumentalisten stammen aus allen Regionen und Landesteilen der Schweiz und teilweise sogar aus dem Ausland.

Künstler

/Zentralschweizer%20Jungendsinfonieorchester%20ZJSO
Das ZJSO hat sich in den vergangenen Jahren als aussergewöhnlich vielseitiges Jugendensemble profiliert. Nebst dem klassischen Kernrepertoire mit Höhepunkten wie Beethovens Fünfter Sinfonie oder Wagners Lohengrin Ouvertüre pflegt das ZJSO einen ständigen Brückenschlag zu anderen Musikstilen und Kunstformen und präsentiert die Resultate in neuartigen Konzertformaten wie auch Studio- und live-Aufnahmen.
/Schweizer%20Jugendchor%20SJC
Der Schweizer Jugendchor versteht sich als Spitzenensemble und begeistert das Publikum mit seinen Konzerten im In- und Ausland seit bald 25 Jahren durch Frische, Musikalität und Präzision, durch die Diversität seiner Darbietungen und seinen unwiderstehlichen Charme.
/Nicolas%20Fink
Nicolas Fink ist in Bern geboren und aufgewachsen und lebt heute in Leipzig. Er arbeitet mit den führenden professionellen Chören in ganz Europa und ist ein gesuchter Partner für Einstudierungen. Seit 2016 ist er Dirigent beim Schweizer Jugendchor.
/Joseph%20Sieber
Im Frühling 2012 gründet er das Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO, das sich in der kurzen Zeit auf einzigartige Weise sowohl im Klassik-, als auch im Crossover-Bereich profilierte. In seiner musikalischen Leitung wird Joseph Sieber von renommierten Berufsmusikern (u.a. Immanuel Richter, James Gaffigan) unterstützt.
/John%20Holloway
Ein besonderes Highlight des Projekts ist die Mitarbeit des Spezialisten für historische Aufführungspraxis John Holloway. Er ist einer der erfahrensten Konzertmeister der Alte-Musik-Szene und unterstützt das ZJSO in mehreren Workshops und Proben.
/Markus%20Güdel
Der Luzerner Markus Güdel ist seit 2003 als gefragter freischaffender Lichtdesigner in der gesamten Schweiz tätig. In diversen kulturellen Institutionen (u.a. Le Théâtre Kriens-Luzern, "Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester ZJSO" und "Musical Plus") engagiert er sich über die Tätigkeit als Lichtdesigner hinaus als Produzent, Technischer Leiter, Vereinsvorstand oder Berater wiederum für kulturelle und technische Belange.